- Dozentin: Sabine Kühlich
- Teilnehmer: min. 8 – max. 10
- Termine:
- Modul 2: 16. & 17. Juni 2012
- Veranstaltungsnr.: SMWOModul2
Freie Plätze: 5
- Modul 3: 20 & 21. Oktober 2012
- Veranstaltungsnr.: SMWOModul3
Freie Plätze: 9
- Uhrzeit:
je SA 11h-19.30h (1,5 Std. Mittagspause)
je SO 10h-17h (1 Std. Mittagspause) - Veranstaltungsort: Stimmraum Aachen, Heinrichsallee 20, 52062 Aachen
- Preis pro Modul: 250 € / 235 € (ermäßigt)
- Alle 2 Module für NUR 470 € / 450 € (ermäßigt)
How to … Sing!
Sabine Kühlich zeigt in 3 Modulen wie es geht! Was macht die verschiedenen Stile aus? Wie fühlen sie sich an? Wie kann man das Gefühl mit der Stimme ausdrücken? Was macht die Stimme genau dabei?
Das Verschmitzte des Swings, der Herzschmerz einer Ballade, die Leichtigkeit eines Bossa, das Feuer einer Samba, das gemütliche Wiegen eines Slow-Swings … wir begeben uns auf die Pfade der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Wir beschäftigen uns mit Phrasing – der Art, wie man die Noten im Song platziert, Timing und Micro-Timing – dem feinen „Würzen des Songs“ mit Verzögerungen oder Betonungen und natürlich auch mit Improvisation – den kleinen Tricks und Kniffen, die uns durch die Akkorde helfen.
Die physiologische Seite der Stimme steht mit auf dem Programm: Mit jedem Stil verbindet sich eine bestimmte Atmosphäre und auch der Klang der Stimme charakterisiert einen Stil. Findet die Elemente in Eurer Stimme, die stimmig zum Stil sind – genauso wie der Bikini zum Girl from Ipanema passt… Die Meister der Epochen verraten uns ihre Sicht der Dinge: Ist Swing ein unbeflecktes, übermütiges Stück amerikanischer Lebensfreude? Ist Saudade ein brasilianisches Sound-Phänomen? Hat die Stilistik eine Stimme? Billie Holiday ist als Balladensängerin stark, Ella Fitzgerald swingt unglaublich, Astrud Gilberto trägt mit Leichtigkeit die Sehnsucht des Bossa Nova in ihrer Stimme.
Wir erarbeiten neue Songs und jeder Teilnehmer kann 2 Songs in der entsprechenden Stilistik mitbringen (Beispiele in der Beschreibung der einzelnen Module).
Modul 1: “How to … Sing Swing” fand am 3. & 4.3. statt. Bilder in Kürze auf unserer Facebook-Seite.
Unsere Teilnehmer über den Workshop:
“Das Wochenende hat meine Erwartungen weit übertroffen!”
“Sabine schafft es, ganz ohne Brechstange und technische Kommandos große hörbare und spürbare Veränderungen in den Sängerinnen zu bewirken.”
“Sabine Kühlich ist eine wahnsinns Sängerin, eine unglaubliche Frau und eine unfassbar empathische und kompetente Lehrerin. Was sie aus den Sängerinnen herausholt, geht weit über Gesangstechnik und Stilistik allein hinaus.”
“Ich höre Musik nach diesem Wochenende mit anderen Ohren.”
Das Verschmitzte des Swings, der Flirt, die gute Laune sind Thema in Songs wie „Honeysuckle Rose“, „Almost like beeing in love“, „Let’s do it“, „All of me“. Aber auch die gemütliche Seite, das „Schwofen“ und „Schaukeln“ gehört zum Swing. Diese slow Swings berühren schon das Balladeske: „What a wonderful world“ oder „As time goes by“. Im Swing ist das Spiel mit der „time“ ein Mittel, den Song interessant zu interpretieren. Dabei wird quasi nie der Song so gesungen, wie er rhythmisch auf dem Papier steht. Das Hören der Originalaufnahmen gibt mehr Auskunft zum Stil als die Realbook-Abschriften der Komposition. Dieser Effekt des Jazz – die wichtigen Interpretationen der Meister zählen mehr als die Noten – heisst „Oral Tradition“. Egal ob uptempo, medium oder slow Swing – Improvisation und Variationen der Originalmelodie füllen den erfahrenen improvisierenden Sänger mit Spielfreude aus. Natürlich gibt’s es hier viele Regeln – sowohl harmonische als auch rhythmische. Auch die Wahl der Silben ist interessant. Hier könnt ihr Versuche starten, die Improvisationsfreude zu erleben – vergesst Impro-Stress! Einige guidelines bringen uns durch die Songs in der Improvisation. Natürlich steht jedoch die Aussage des Songs, die individuelle Interpretation an erster Stelle – auch diesem Thema widmen wir uns in unseren Wochenendworkshop. Drum: “SWING IT BABY!
Modul 2: “Sing Ballads & Blues!”
Termin: 16. & 17. Juni 2012
Sehnsüchtige Liebe, enttäuschte Liebe, Betrug und Verrat, oder auch: Hoffnung – all diese Themen werden in Balladen vertieft, erläutert, ausgesungen. Selten liegen Wut und sanftes Verliebtsein so dicht beieinander wie hier – selbst in einem Song kann der emotionale Focus schnell wechseln – eben so wie im wahren Leben auch: „Angel Eyes“, „Tenderly“, „Misty“. Oft werden in echten Jazz-Balladen intellektuell-emotionale Texte kombiniert mit Spannungsnoten. Der Sänger kann so individuell die harmonische „Würze“ ausspielen und „timen“. Etwas einfacher, souliger, ja gospel-artiger funktionieren die Bluesy Ballads. Songs wie „Black Coffee“ oder „Born to be blue“ bewegen sich meist schon auf der dunkleren Seite der Gefühle, gern spielt Alkohol eine Rolle und der Wille nach „Abrechnung“ – endlich den „Schluss-Strich“ ziehen geht mit entsprechender Enttäuschung einher. Einfachere Harmonik mit Blue Notes geben dem Sänger die Möglichkeit individueller Verzierungen.
Blue Notes sind auch im Blues beliebtes Stilmittel um moll und Dur gegeneinander auszuspielen oder sogar miteinander erklingen zu lassen. Blues ist nicht immer nur traurig, nein es gibt auch den frohen Blues. Eins aber haben fast alles Blues gemeinsam: die 12taktige Form, einen deutlichen Beat und ein harmonisch „einfaches“ Schema. Ob „All Blues“, „Stormy Monday“ oder „Every day I got the blues“ – hier spielen Sänger gern ihre Stimmgewalt aus. Ihr werdet in Jazzballad, bluesy Ballad und dem guten alten Blues improvisieren, Euren Gefühlen freien Lauf lassen. Jeder soll seinen eigenen Blues komponieren. Wirklich: Ziel ist es, dass jeder mit seinem eigenen komponierten Blues nach Hause geht – nach dem Motto: “BLUES & BALLADS – Sad or glad – make your heart sing!”
Modul 3: “Sing Latin!” “SAUDADE –the Brazil-Feel” & “OBSESION – Cuban heartbeat”
Termin: 20 & 21. Oktober 2012
Die Hitze Brasiliens, der Karneval in Rio, Samba-Tänzerinnen, Rasseln, Glöcken, Percussion-Instrumente, Beat, Groove, Clave … die Lebendigkeit und Lebensfreude steht im Mittelpunkt einer Samba. Entspannter geht es da schon bei „Bossa Nova“ zu, die „neue Welle“ hat NY im Sturm erobert, im sanften Sturm und in englischer Sprache. Die Originale: säuselndes Saxophon und sanfte portugiesische singende Stimmen kommen träumerisch mit der Leichtigkeit einer Sommerbrise daher. Stimme und Rhythmus der Melodie werden im Song ganz präzise eingesetzt. Im Mittelpunkt steht natürlich die individuelle Interpretation des Textes – im Rhythmus. Wir ergründen die Spielwiese des Voraus-Preschens, übernehmen rhythmische Verantwortung – genau so wie die Instrumentalisten und setzen uns im nächsten Moment über den Beat hinweg. Stimmlich gesehen sind Vibrato und der Klang des Stimme wichtige Themen in der Lateinamerikanischen Musik. Improvisationen erfolgen hier – wenn überhaupt – sehr rhythmisch, die Variation der Melodie ist die hohe Kunst der Improvisation brasilianischer Musik. Andere Länder, andere Sitten: im spanisch-sprachigen Kuba klingen Songs vollbusig und nach Sonne. „Coro und Pregon“ ist hier eine Art zu improvisieren: der Sänger improvisiert melodisch einen Satz, der Chor der Massen antwortet, gern auch mehrstimmig. Harmonisch scheint das einfach gestrickt, rhyhtmisch jedoch sehr verzwickt. Viele rhythmische Figuren laufen parallel und verzahnen sich in einen Beat, den Herzschlag des Songs. Wir setzen uns mit Percussion-Instrumenten auseinander und probieren einige rhythmische Figuren aus, laufen und tanzen zur Musik. “SAUDADE – the Brazil-Feel” & “OBSESION – Cuban heartbeat”.
Vorbereitung auf die einzelnen Module
Bitte bringen Sie zwei Songs mit, an denen Sie arbeiten möchten. Bringen Sie bitte Texte und Sheets in zweifacher Ausführung mit.
Zur Anmeldung
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Anmeldung und Zahlung
Bitte lesen Sie sich die unten stehenden Anmeldebedingungen und Zahlungsmöglichkeiten genau durch. Hier finden Sie alle Informationen zur Anmeldung, eventuellen Abmeldung und Zahlung.
Anmeldebedingungen & Zahlungsmöglichkeiten
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